Baguette

Wochenende. Freunde kommen zum Grillen. Ihr habt das Brot vergessen, oh nein! Ach quatsch, halb so wild 😀 Wir backen einfach ein super fluffiges, leckeres Baguette selbst! 😉 So haben wir das heute gemacht (und ich habe absichtlich kein Baguette gekauft)…

Aus 6 Zutaten habt ihr im Nu (plus ein bisschen Wartezeit, damit der Teig gehen kann) ein Brot, dass bei Gästen richtig gut ankommt.

125g Hartweizengrieß 

650g Mehl

1EL Salz

500ml Wasser

1 Würfel frische Hefe

1 Ei

In einem Topf kocht ihr 400ml Wasser auf und lasst den Grieß (bei mir war es Dinkelgrieß) langsam einrieseln. Dabei gut rühren, damit keine Klümpchen entstehen! Lasst ihn quellen und auskühlen, bis er nur noch lauwarm ist. Dann gebt ihr ihn zum Mehl und Salz. Die Hefe gebt ihr zerböselt in den Rest warmes Wasser und lasst sie auflösen. Mit dem Ei noch zur Mehlmischung geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

Wie es mit Hefeteig so üblich ist, muss der Teig nun mindestens 45 Minuten gehen und wachsen. Wenn ihr mit ihm zufrieden seid, knetet ihr ihn einmal kräftig durch und teilt ihn in 3 Portionen. Jede Portion rollt ihr in etwas Mehl zu einer etwa 40 cm langen Stange, rollt diese noch einmal in Grieß und legt sie auf ein Blech (auf Backpapier). Leicht abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen könnt ihr gern direkt auf 220°C (Umluft+Unterhitze) vorheizen. Bevor die Baguettes in den Ofen wandern, schnell noch mit einem scharfen Messer mehrmals schräg einschneiden.

Bei 220°C backen die Baguettes jetzt für 5 Minuten, dann drosselt ihr die Temperatur auf 190°C und backt sie weitere 15 bis 20 Minuten.

Lauwarm schmecken sie mit Butter, Kräuterbutter oder einfach nur so! Perfekt zum Grillen, aber auch zu Suppen oder Salaten. Und habt keine Angst vor dem Hefeteig, der wird schon 😉

Viel Spaß beim Nachbacken und Gutes Gelingen wünscht euch

Eure Annika

Tomatenketchup

ENDLICH!

Wie hab ich es vermisst, zu bloggen… Ich freue mich sehr, dass ich zurück bin und hoffe, es werden wieder Gerichte dabei sein, die euch gefallen und zum Nachkochen ermuntern!

In den letzten Monaten war so viel los… Heute vor 2 Monaten sind wir zum dritten Mal Eltern geworden – unsere Charlotte hat unsere kleine Familie komplettiert. ❤ Und weil die Zeit vor der Geburt stressig war und die ersten Wochen nach der Geburt aufregend, stressig und einfach überwältigend waren, blieb einfach keine Zeit zum bloggen.

Dies soll nun besser werden und ich habe heute direkt ein Rezept für euch, dass ich vor 3 Jahren das erste Mal ausprobiert habe. Es gehört zu denen, die mich so an meine Kindheit erinnern… Ich habe also damals vor 3 Jahren im Kochbuch meiner Mutti gestöbert und es gefunden, denn ich konnte mich noch an den Geschmack erinnern! Wie passend, dass jetzt auch Tomatensaison ist! 😀

Tomatenketchup

1,5kg Tomaten

750g Zwiebeln

500g Äpfel

1,5TL Paprika scharf

1,5TL Muskat

1/2TL Ingwer

1/2TL Zimt

500g Zucker

50g Senfkörner

50g Salz

1/8l Kräuter- oder Weinessig

4 Nelken

1 Lorbeerblatt

6 Knoblauchzehen

Nun hatte ich 4,5kg Tomaten zur Verfügung… Habe also die Mengenangaben verdreifacht, ausgenommen Zwiebeln, Zucker und Essig (die hab ich verdoppelt). Eine Besonderheit war, dass ich mein selbstgemachtes Tomatensalz verwendet habe. Beim Essig habe ich mich für Apfelessig entschieden.

Ketchup VII

Angefangen habe ich damit, dass ich die Tomaten gründlich gewaschen habe, um sie dann vom Strunk zu befreien und in Stücke zu schneiden.

Ketchup IV

Es war echt so viel, dass ich meinen riesigen Bräter nehmen musste – mein größter Suppentopf war zu klein 😉

Die Gewürze habe ich gemischt und sie dann zu den geschnittenen Tomaten, Zwiebeln und Äpfeln gegeben.

Alles zusammen musste aufkochen und dann eine ganze Weile vor sich hin köcheln (mit geschlossenem Deckel)… Auf kleiner Flamme hat es bei mir 2h geköchelt. Dann habe ich den Pürierstab genommen und alles zum endgültigen Ketchup verarbeitet. Wenn ihr es feiner haben wollt, könnt ihr die Masse gern durch ein Sieb oder die sogenannte Flotte Lotte rühren. Uns gefällt aber die Sämigkeit der pürierten Soße. Dann noch alles abgefüllt, fertig!

Es sind ganze 22 Flaschen geworden und ich habe gefühlt den ganzen Tag gestern in der Küche verbracht. Aber es hat sich sowas von gelohnt! 😉

Ganz toll schmeckt dieser Ketchup auch als Grundlage für eine Pastasauce… Probiert es einfach aus!

Viel Spaß beim Nachkochen und Gutes Gelingen wünscht euch

Eure Annika

Irisches Brot

Oh wie wunderbar! So ein toller Tag heute – die Sonne strahlt, der Himmel ist blau, Mann und Kinder sind zur Arbeit und im Kindergarten, die erste Wäsche hängt auf der Wäschespinne im Garten und das Haus duftet nach frischem Brot! Es ist kurz vor 10 und es ist ein angenehmer Montag (so könnte wohl fast jede Woche starten…)!

Während meiner Zeit als Au pair durfte ich mit meiner Familie reisen. Da meine host mom aus Panama stammt, waren wir für 10 Tage dort im Urlaub. Und weil mein host dad Ire ist, waren wir auch in Irland für 10 Tage!

Für Panama werde ich mal noch nachdenken, damit ich ein Rezept mit euch teilen kann… Heute sag ich euch, wie ich mein irisches Brot backe. Es ist anders als unser deutsches Brot – in der Textur und auch im Geschmack! Probiert es aus! 😉

Irisches Brot

300g Vollkornmehl (Weizen-, Roggen-,…)

300g Weizenmehl Type 405

1 Päckchen Backpulver

1TL Natron

2EL Zucker

1TL Salz

1 Ei

500g Naturjoghurt

Zutaten irisches Brot

Mischt einfach die trockenen Zutaten und gebt das Ei und den Joghurt dazu. Alles zusammen verrührt ihr dann zu einem festen, klebrigen Teig. Dieser lässt sich auf einer bemehlten Arbeitsfläche einige Minuten gut kneten, bis er weich ist. Der Teig mag nun zu einem runden Laib von etwa 5cm Höhe geformt werden. 🙂

Legt ihn auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schneidet mit einem scharfen Messer ein Kreuz in die Oberfläche.

irisches Brot einschneiden irisches Brot vor dem Backen

Mein Ofen hat eine Brotback-Funktion. Die nehme ich wirklich gern und backe das Brot dann 12 Minuten auf 220°C und anschließend 28 Minuten auf 180°C. Das Brot ist danach gut durchgebacken und hat eine schöne knusprige Kruste. Sollte euer Ofen dies nicht haben, backt ihr das Brot einfach für 40-45 Minuten bei 180°C Umluft.

So sieht das Ergebnis aus:

irisches Brot

Lasst es auf einem Gitter auskühlen und kostet, wenn es noch ganz leicht warm ist. 2 Tage hat es bei uns überlebt… 😉

Viel Spaß beim Nachbacken und Gutes Gelingen wünscht euch

Eure Annika

Unser Salatdressing

Drei lange, erfolgreiche Messetage in Braunschweig und Magdeburg liegen hinter mir und der Sonntag zeigt sich heute von seiner besten Seite. Die Kinder sind an Oma und Opa „verkauft“ und wir haben „ausgeschlafen“ – bis 9 Uhr! 😀

Schon auf dem Weg zur Tanzschule (ein großartiges Hobby für uns!) kann ich mich an den herbstlichen Farben kaum satt sehen!

Herbst in MD 2015

Drei Restaurants haben wir nach dem Tanzen angerufen bzw. dort angehalten und alle waren komplett ausgebucht… Also bedeutete das für mich: schnell was kochen. Es hat sich glücklicherweise noch etwas Feldsalat angefunden, Passata war da – Spaghetti sowieso – und die letzte Zucchini der Saison! Diese habe ich fix in Scheiben geschnitten, mit einer Zwiebel angebraten und Passata dazu gegeben. Teil 1 fertig 😉

Nudeln mit Zucchini

So mache ich gaaanz oft unser Salatdressing – nach Gefühl:

Balsamico-Essig

Honig

Senf, mittelscharf

Salz, Pfeffer

Pflanzenöl.

Bis auf das Öl gebe ich alle Zutaten zusammen in eine kleine Schüssel und verrühre alles – erst dann gebe ich unter kräftigem Rühren das Öl dazu, damit sich alles gut verbinden kann.

Balsamico-Salatdressing

Für den Salat habe ich noch ein paar einsame Pilze in Scheiben geschnitten und gebraten. Lecker!

Nudeln und Salat

Ich muss ja gestehen, dass ich sonntags total gern Mittagschlaf mache. Nur war das Wetter so verlockend, dass wir noch eine Stunde spazieren gegangen sind, bevor wir die Kinder abgeholt haben. Seht selbst:

Herbst1 Herbst2 Herbst3 Herbst4 Herbst5 Herbst6 Herbst7 Herbst8

Einen goldenen Herbst wünsche ich euch! 🙂

Eure Annika

Zucchini-Chutney

Ein kurzer Besuch in meinem Gemüsegarten… und schon wollten knapp 3 kg Tomaten und 2kg Zucchini verarbeitet werden. Ich mag das super gern: ins Beet und am besten gleich die Tomaten vom Strauch essen. Den Kindern gefällt das auch und sie machen sich oft über die Cocktailtomaten her! 🙂

So sah mein Garten vor ca. 6 Wochen aus…

Gemüsegarten Sommer 2015

Wir haben ihn direkt neben der Terrasse und neben 4 Zucchini- und 12 Tomatenpflanzen fühlen sich noch ca. 30 Erdbeerpflanzen ganz wohl. Zum Rasen wird alles durch Blumen (hauptsächlich Hortensien) abgegrenzt. Jetzt scheint alles irgendwie doppelt so groß! 🙂 Aber ich schweife ab… ich wollte euch ja erzählen, was ich leckeres gekocht habe.

Aus den Tomaten habe ich wieder meine Tomatensoße gekocht. Und es gab eine große Schüssel Salat. Die Zucchini sind ein köstliches Chutney geworden! Ehrlich? Darauf haben sie nur gewartet! 😉

Zucchini-Chutney

2kg gelbe und grüne Zucchini, möglichst schmal gewachsen

15 Knoblauchzehen

5-8cm frischer Ingwer

5 EL Olivenöl

1 TL Kreuzkümmel

Salz

6 Chilischoten

300ml Kräuteressig

100ml Obstessig (z.B. Apfel)

650g brauner Zucker

1 Apfel

Und so geht’s: Zucchini putzen und in Scheiben schneiden. Wenn es bei euch so aussieht, habt ihr schon mal alles richtig gemacht 😉

Zucchini, geriffelt

Dann den Knoblauch abziehen und in feine Scheiben schneiden, den Ingwer schälen und klein würfeln. Wenn ihr schon mal dabei seid, schneidet auch gleich die Chilis und den Apfel klein (der Apfel fehlt auf dem Bild, aber ihr wisst, was ich meine…)

Zutaten Zucchini-Chutney

Den Knoblauch und Ingwer gebt ihr in das erhitzte Olivenöl und bratet beides etwas an. Die Zucchini dazu geben und ca. 5min dünsten. Dann gebt ihr den Kreuzkümmel und das Salz dazu, ebenso die Chilis und vervollständigt das Ganze mit dem Essig, dem Zucker und dem Apfel.

Zucchini-Chutney

Könnt ihr sehen wie es duftet??? Lasst das Chutney so lange vor sich hinköcheln bis die Zucchini weich und die Flüssigkeit weitestgehend verdampft ist. Abgefüllt in heiß ausgespülte Schraubgläser hält es sich bis zu 12 Monate!

Zucchini-Chutney fertig

Wir lieben das Chutney als Beilage zum Grillen! Da braucht man echt keine Steaksoße mehr, sondern nur das Zucchini-Chutney. Yum!

Ihr habt auch noch ein paar Zucchini übrig? Dann ganz viel Spaß beim Nachkochen und Gutes Gelingen!

Eure Annika

Kokosbrötchen

Oh ja, die gabs gestern Abend! Meine liebste Hanna wünscht sie sich regelmäßig (wöchentlich) und gestern hat es gut gepasst. Diese leckeren Kokosbrötchen sind so (!!!) einfach zu machen, ihr werdet erstaunt sein! Und spätestens jetzt lohnt es sich für euch, einen Bambus-Dampfkorb anzuschaffen! 🙂

So einfach sind Kokosbrötchen zu machen:

500g Mehl (nehmt, welches ihr wollt – ich habe gestern Dinkel- und Roggenmehl gemischt, ganz normales tut es aber auch)

20g Backpulver

400ml Kokosmilch

Mischt die 3 Zutaten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht und platziert sie in (doppelten) Muffinförmchen direkt im Bambuskorb.

Kokosbrötchen vorher

Deckel drauf und ca. 15 Minuten über Wasserdampf garen. Et voilà – fertig! Sie passen zu ganz vielen Sachen… Bei uns gab es Zucchinisuppe dazu.

fertige Kokosbrötchen

Gefunden habe ich das Rezept in Jamie’s 15 Minuten Küche – bei ihm gibt es zu den Kokosbrötchen Hähnchen-Dim-Sum. Auch gut. 🙂

Viel Spaß beim Nachkochen und Gutes Gelingen!

Eure Annika

Sommersalat und des Rätsels Lösung

Wir waren gestern spontan. Für ein opulentes Mittagsmahl (oder auch Abendessen) war es zu warm… daher gab es mittags den Rest der Zucchinisuppe vom Vortag und ich habe Grillzeug aus dem Tiefkühler genommen. Würstchen und Fleisch hab ich immer da – und Schnitzelfleisch ist schnell eingelegt (selbtgemacht ist es doch immer am schmackhaftesten) 😉

Da ich auch noch Reste der (Kinder-) Nudeln von Samstag Mittag im Kühlschrank hatte (in Form von Elefanten, Schildkröten und anderen kaum identifizierbaren Tierchen), habe ich mich entschieden, einen schnellen Salat zu machen.

Zucchini-Chutney auf Grillfleisch neben Sommersalat
Zucchini-Chutney auf Grillfleisch neben Sommersalat

Sommersalat

250g gekochte Nudeln (hübsch sieht es auch mit Schmetterlingsnudeln aus)

Gemüse (1 rote Paprika oder 1 kleine Zucchini, ich hatte auch noch Pilze da)

1 Dose Bohnen (gebackene oder weiße Bohnen)

100g Feta

1/2 Bund Lauchzwiebeln

Für das Dressing braucht ihr: Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, süßsaure Asiasoße, Olivenöl und etwas Balsamico-Essig (ich finde, es schmeckt mit weißem und dunklem Balsamico). Hier ist euer Gefühl gefragt. 🙂 Bei mir wird es eher immer zu viel als zu wenig Salatdressing… Probiert euch einfach aus und vergesst das Abschmecken nicht! Es darf sehr intensiv schmecken, denn die Nudeln und die Zucchini brauchen das. Wichtig ist, dass ihr euer Gemüse ganz fein schneidet. So kann es besser durchziehen.

Ich finde, der Salat war eine gute Alternative zu Brot und Kartoffeln, die sonst unsere Beilagen beim Grillen sind.

Falls ihr noch neugierig seid, wie das Zucchini-Chutney auf dem Foto gemacht wird– auch das Geheimnis wird bald gelüftet!

Und schnell noch des Rätsels Lösung vom Samstag: Auf dem Bild sehr ihr ein Panade-Schnitzel! 😀 Immer wenn Ei und Semmelbrösel übrig bleiben, vermische ich beides und brate es an. Das mochte ich als Kind schon super gern und meine Kinder lieben es ebenfalls! 😉

Ich wünsche euch gutes Gelingen und einen guten Start in die neue Woche!

Eure Annika